
Über mich
Pädagogin mit Master of Education, zertifizierte Babyschlafberaterin und Mutter von sieben Kindern.
Seit acht Jahren begleite ich Familien in der Schlafberatung und in Erziehungsfragen. Eigene Kinder habe ich seit sechzehn Jahren. Viele Eltern haben mir in dieser Zeit von ihren Abenden erzählt, und diese Erzählungen ähneln sich sehr: Sie wollen alles richtig machen, erklären freundlich, bleiben lange geduldig und werden am Ende trotzdem laut.
Was diesen Eltern fehlte, war nie die Liebe. Es war das Geländer.
Ich schreibe hier über den Weg dazwischen. Nicht über Strenge, und nicht über die Auflösung jeder Struktur. Sondern über die Kombination, die in der Forschung seit sechzig Jahren am besten abschneidet: Gleichzeitig viel Wärme und viel klare Orientierung.
Fachlich stütze ich mich auf die Erziehungsstilforschung von Diana Baumrind, auf die Bindungsforschung von John Bowlby und Mary Ainsworth, und für den schwierigsten Teil, den Moment nach dem Nein, auf das Modell der Neuen Autorität von Haim Omer.
Praktisch stütze ich mich auf vier Dinge. Auf ein pädagogisches Studium, abgeschlossen mit dem Master of Education. Auf sehr viele Beratungsgespräche mit Familien, in denen ich gesehen habe, was tatsächlich hilft und was nur gut klingt. Auf sieben eigene Kinder. Und auf den Blick über den eigenen Tellerrand: In anderen Ländern und Kulturen ist vieles selbstverständlich, was bei uns als Erziehungsfrage verhandelt wird, und umgekehrt.
Das zusammen ist der Grund, warum in meinen Texten wenig steht, was an einem müden Dienstagabend nicht funktioniert. Was hier steht, musste bei uns halten und bei den Familien, mit denen ich arbeite.
Perfektion ist nicht das Ziel. Zuverlässigkeit ist das Ziel.
Jeder Bereich fängt bei einer Situation an, die vermutlich schon einmal bei euch am Tisch saß. Und zu jedem gehört ein kurzer Test, falls du wissen willst, wo ihr gerade steht.
Die Grundlagen
Jeder Ratgeber sagt etwas anderes, und keiner davon passt auf dein Kind an einem echten Dienstagabend. Hier steht, was tatsächlich untersucht ist und was daraus für zu Hause folgt.
Willst du dich testen? Welcher Eltern-Typ bist du? (2 Minuten)Grenzen und Führung
Du erklärst es zum vierten Mal, freundlich und ruhig, und es passiert nichts. Und irgendwann wirst du doch laut, obwohl du dir genau das nicht vorgenommen hattest.
Willst du dich testen? Wie klar ist dein Nein? (2 Minuten)Gefühle und Selbstregulation
Dein Kind kippt in Sekunden, und alles, was du sagst, macht es schlimmer. Wut, Scham, Neid, Enttäuschung: Warum die kommen und was in genau diesem Moment hilft.
Willst du dich testen? Bedürfnis oder Wunsch? (3 Minuten)Schlaf und Abend
Der Abend zieht sich über Stunden, und am Ende sind alle wütend, obwohl das niemand wollte. Der Schlaf ist die Stelle, an der Klarheit am schwersten fällt und am meisten bringt.
Willst du dich testen? Wie verlässlich ist euer Abend? (2 Minuten)Für dich als Elternteil
Es liegt nicht daran, dass du zu wenig Geduld hast. Es liegt daran, dass nichts mehr da ist. Über diesen Teil wird selten offen gesprochen, und er entscheidet über den Rest.
Willst du dich testen? Wie viel Kraft hast du noch? (2 Minuten)Familie in Balance
Zwei Kinder im Elternbett, einer schläft im Gästezimmer, und niemand weiß mehr, wann ihr zuletzt ein Gespräch ohne Organisation geführt habt. Eine Familie funktioniert nicht dadurch gut, dass ein Kind immer möglichst zufrieden ist.
Willst du dich testen? Wie viel Kraft hast du noch? (2 Minuten)Wenn alles zu viel wird
In der Kita hält dein Kind sich zusammen, zu Hause explodiert es. Von außen sieht das nach Erziehungsversagen aus und ist etwas ganz anderes.
Willst du dich testen? Sucht dein Kind Reize oder flieht es vor ihnen? (3 Minuten)Geschwister unter einem Dach
Zwei Kinder, ein Bagger, und du sollst entscheiden, wer im Recht ist. Fünfmal am Tag. Dazu die Frage, wie man mehreren Kindern gerecht wird, ohne allen dasselbe zu geben.
Willst du dich testen? Welcher Eltern-Typ bist du? (2 Minuten)Autoritativ erziehen: Was „warm und klar“ im Alltag wirklich heißt
Der autoritative Erziehungsstil verbindet viel Wärme mit klarer Führung. Was das im Alltag heißt und warum er nichts mit autoritär zu tun hat.
Grenzen, die halten, ohne dass du hart wirst
Wie viele Grenzen ein Kleinkind wirklich braucht, wie eine Grenze im Alltag steht und was zu tun ist, wenn sie überschritten wird.
Wenn die Kraft nicht mehr reicht
Elterliche Erschöpfung ist kein Charakterfehler und geht nicht durch einen Wellness-Abend weg.